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Pressemitteilung Nr. 16-083 vom 10.03.10
Groskurt: Gleichstellungsatlas stellt schlechtes Zeugnis aus
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Ursula  Groskurt

In überdurchschnittlich vielen CDU-regierten Kommunen in Niedersachsen sind Frauen in den kommunalen Vertretungen unterrepräsentiert. Das geht aus dem „Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Niedersachsen“ hervor, den Frauenministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) jüngst in Hannover vorgestellt hat.

Danach liegt der durchschnittliche Frauenanteil in kommunalen Vertretungen in Niedersachsen bei 24,2 Prozent. Spitzenreiter ist die Stadt Osnabrück. Dort beträgt der Frauenanteil im Stadtrat 42 Prozent. Schlusslicht ist der Kreis Rotenburg (Wümme) mit einem Anteil von 11,1 Prozent.

„Es ist bezeichnend, dass in denjenigen Städten und Kreisen, in denen die Gleichberechtigung der Frauen im politischen Bereich besonders weit fortgeschritten ist, die SPD traditionell eine wichtige Rolle spielt“, sagte Ulla Groskurt, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, am Mittwoch in Hannover. „Die Frauenministerin feiert sich für einen Atlas, der ihr ein schlechtes Zeugnis ausstellt“, sagte Groskurt. Peinlich müsse das schwache Abschneiden des Kreises Rotenburg für die Ministerin sein. „Ausgerechnet die Heimat der niedersächsischen Frauenministerin hat hier besonders großen Nachholbedarf. Vielleicht kann Frau Ross-Luttmann bei der Aufarbeitung des Dilemmas auf die Unterstützung ihrer Parteifreunde von der CDU und ihres Gatten Hermann Luttmann setzen. Herr Luttmann ist schließlich Rotenburger Landrat“, sagte Groskurt. Grundsätzlich bleibe festzustellen: „Die Frauenförderung und Gleichstellungspolitik in der CDU lässt zu wün-schen übrig.“

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