SPD-HOME > Pressemitteilungen > 2010 1.Quartal  > 16-069
rubrikfoto presse
Termine
Pressemitteilungen
Aktuell
2010 3. Quartal
2010 2. Quartal
2010 1.Quartal
2009 4.Quartal
2009 3. Quartal
2009 2. Quartal
2009 1. Quartal
2008 09 - 12
2008 07 - 09
2008 05 - 07
2008 16.WP - 30.4.
Fraktion
Rechenschaftsbericht der Fraktion
Unsere Position zum Haushalt 2010
Unsere Position
Themen 2010
Themen 2009
Argumente
Perspektiven
Volksbegehren "für gute Schulen"
Bildung
Zukunftstag 2009
Medienkompetenz
Rechtsextremismus bekämpfen
Veranstaltungen
Kubel-Gedenkstunde
Galerie: SPD vor Ort
Publikationen
Netzwerk
Kontakt
Service

Pressemitteilung Nr. 16-069 vom 26.02.10
Jüttner: Schünemann hat sich moralisch erledigt
Juettner_Wolfgang_150

Wolfgang  Jüttner

Im Fall der verschleppten Einbürgerung der aus Celle stammenden Linken-Politikerin Jannine Menger-Hamilton verschärft der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Wolfgang Jüttner, seine Kritik an Innenminister Uwe Schünemann (CDU). „Nach den neuen Enthüllungen ist die Behauptung des Innenministers, das Einbürgerungsverfahren verlaufe ordnungsgemäß, an Absurdität kaum zu überbieten. Schünemann hat zugeben müssen, dass er direkt in das Verfahren eingegriffen hat“, sagte Jüttner am Freitag in Hannover.  „Er versucht trotzdem weiterhin den Schein der Legalität zu wahren, obwohl sein Handeln die Grenzen der zulässigen ministerlichen Einflussnahme für alle sichtbar deutlich überschritten hat. Ein Verfassungsminister, der den Verfassungsschutz dazu missbraucht, einen politischen Kampfauftrag zu erledigen, hat sich moralisch selbst erledigt“, analysierte Jüttner.

Es sei offensichtlich, dass Schünemann es nicht habe verwinden können, dass der heutige Landtagsabgeordnete der Linken Victor Perli im Jahr 2007 eingebürgert wurde, obwohl die Einbürgerungsbehörde in Wolfenbüttel die obligatorische sogenannte Regelanfrage beim Verfassungsschutz versäumt hatte. „An Jannine Menger-Hamilton sollte deshalb ein Exempel statuiert werden“, sagte Jüttner.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende verwies darauf, dass Schünemann seit Jahren keine Gelegenheit auslasse, die Partei Die Linke in Gänze und jedes ihrer Mitglieder als verfassungsfeindlich zu brandmarken. Dabei agiere der Innenminister durchaus nicht ohne Rückendeckung. „Es vergeht kaum eine Plenarwoche, in der die Mehrheitsfraktionen nicht den Versuch unternehmen, eine Fraktion des Hauses abzuqualifizieren und zu stigmatisieren. Mit gegenseitigem parlamentarischem Respekt hat das nichts mehr zu tun. Aber ohne Respekt geht es nicht“, sagte Jüttner. Die SPD-Fraktion scheue nicht die harte Auseinandersetzung mit der Linken in politischen Sachfragen. Sie habe auch keine Veranlassung sich als Verteidiger der Linken aufzuspielen. „Aber hier geht es um die Belange des Rechtsstaates“, stellte Jüttner klar.

Er erinnerte zudem daran, dass dem Innenminister erst vor wenigen Wochen auf einem anderen Politikfeld  von unabhängigen Juristen bescheinigt worden sei, gegen das Grundgesetz verstoßen zu haben. „Die von Schünemann zähneknirschend eingestellte Praxis der verdachtsunabhängigen Moscheekontollen ist ein weiteres Beispiel dafür, dass sich der Minister im Zweifel eher nicht an Recht und Ordnung hält“, sagte Jüttner.

PM im PDF-Format

Druckansicht © SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen - 2004