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Pressemitteilung Nr. 16-210 vom 26.08.08
Andretta: MP winkt NTH-Geisterfahrer Stratmann rechts ran
andretta neu

Dr.  Gabriele  Andretta

Obwohl auf der Homepage des Wissenschaftsministeriums die NTH noch immer hoch gelobt wird, hat der Ministerpräsident offenbar wegen des sich abzeichnenden Chaos bei der Umsetzung vor der Kabinettssitzung die Reißleine gezogen. „Der angeschlagene Wissenschaftsminister Stratmann wollte offenbar endlich einen Erfolg einfahren und hat sich deshalb über die Bedenken der beteiligten Hochschulen hinweggesetzt. Jetzt hat er dafür die Quittung kassiert“, stellt Dr. Gabriele Andretta, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, fest.

Ausnahmsweise habe der Ministerpräsident einmal eine gute Entscheidung getroffen. Das Gesetz sei nicht nur im Streit zwischen den beteiligten Hochschulen, es habe auch noch viele andere Mängel. Nicht nur der NTH-Sitz, die gesamte Konstruktion stehe auf wackligen Beinen. So ist der Minister bis heute die Antwort schuldig geblieben, ob die NTH als eine Universität ohne Studierende, ohne Professoren und ohne Budget überhaupt berechtigt ist, Förderanträge für die Exzellenzinitiative zu stellen. Andretta: „Das Prinzip Hoffnung reicht nicht.“

Konkret schlägt Andretta vor, jetzt das NTH-Gesetz erst einmal ad acta zu legen und den Kooperationsverbund der technischen Fakultäten auf der Grundlage des bestehenden Gesetzes auszubauen. So lasse der § 36a NHG schon heute zu, gemeinsame wissenschaftliche Einrichtungen bis hin zu gemeinsamen Fakultäten zu gründen. „Eine vertrauensvolle Kooperation muss von unten wachsen und kann nicht von oben verordnet werden.“

Andretta würde es begrüßen, wenn sich der Ministerpräsident auch zukünftig etwas mehr um den glücklosen Minister kümmern würde. Dies gelte für den Zick-Zack-Kurs bei der Umgestaltung der Museumslandschaft und den Flops bei der Fachhochschule Oldenburg-Ostfriesland-Wilhelmshaven genauso wie für die immer noch nicht umgesetzte Ankündigung, Studienstipendien einzuführen.

PM im PDF-Format

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